Schweizerisches Institut für Speläologie und Karstforschung

Höhlenentstehung

Höhlen und Karstlandschaften entstehen infolge der Lösung des Kalkes durch Regenwasser. In einzelnen Fällen kann die Lösung durch andere Prozesse erfolgen (z.B. Aufstieg von Gasen aus dem Erdinnern). Für den Höhlenforscher ist es wichtig, zu wissen, wie die Höhlen entstehen. Eine Vorhersage eines unterirdischen Hohlraumes kann aber auch für einen Ingenieur wichtig sein, der einen Tunnel baut, oder für einen Hydrogeologen, der eine Wasserfassung erstellen muss. 

Zahlreiche numerischen Modelle zur Höhlenentstehung wurden in den letzten 25 Jahren entwickelt. Sie lehrten uns unglaublich viel über die Prinzipien, die Bildungsgeschwindigkeiten und die grossen geometrischen Linien der Höhlensysteme. Die Charakterisierung der Geländedaten, die diese Modelle speisen, ist aber vergleichsweise im Rückstand. Das SISKA hilft mit seinen Forschungen mit, Geländedaten zu liefern, diese darzustellen und sie mit den Resultaten der Modelle zu vergleichen. 

Karststrukturen entstehen eindeutig nicht zufällig. Wir bestimmten die allgemeine Charakteristik und können die potentiell höchstverkarsteten Zonen ausscheiden. Um jedoch realistische Systeme generieren zu können, braucht es die nächsten Forschergenerationen...

Unsere Arbeiten betreffen vor allem:

- die räumliche Verteilung der Karströhren (Konzept der "inception horizons")

- die Entstehung der Karstsysteme in der epiphreatischen Zone

- die stockwerkartige Anordnung der Höhlensysteme (speläogenetische Phasen)

Momentan befassen sie sich vor allem mit der (probabilistischen) Lage der Röhren und ihrer Charakterisierung (Grösse, Form, Füllung, Wasser, etc.).

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